#Doppelresidenz2017: ein zentraler Baustein unserer Agenda gegen Kinderarmut

Wir wissen doch recht zuverlässig aus vielen Untersuchungen, dass Doppelresidenzen regelmäßig dem Kindeswohl am besten entsprechen, und zwar:

- unabhängig vom Einkommen der Eltern, 
- von deren Konfliktniveau, 
- Bildungsniveau, 
- oder der Bereitschaft, sich freiwillig auf dieses Betreuungssetting zu einigen.

Was in der Debatte allerdings oft noch zu kurz kommt, ist die sozialpolitische Dimension. Das Klagen einiger Alleinerziehendenverbände und der Politiker der Groko über die harten Bedingungen vieler sog. 'Alleinerziehender' mag im Ergebnis in einigen Fällen durchaus der Realität entsprechen: was befremdet, ist, dass dort aber niemand auf die Idee kommt, dass durch ein anderes Nachtrennungssetting, nämlich die Einrichtung der Mulitlokalität für die Kinder, mit einem zu Hause bei Papa und einem zu Hause bei Mama, entscheidende Probleme gelöst werden könnten!  Hier werden Ressourcen für die Betreuung und Versorgung der Trennungskinder frei, die heute aus ideologischen Gründen verdeckt werden.

Denn durch gemeinsame Betreuung und Versorgung partizipieren Kinder viel stärker an den Ressourcen beider Eltern. Das senkt das Armutsrisiko dadurch, dass beide Eltern aktiv das Kind betreuen, und auch dadurch, dass die Möglichkeiten des Erwerbs für denjenigen Elternteil, der bis zu diesem Punkt allein betreut hat, sich dramatisch verbessern.

Deshalb betrachten wir Freie Demokraten auch eine Flexibilisierung bzw. Modernisierung des Arbeitsrechts und eine Veränderung des Klimas gegenüber der Fern- bzw. Heimarbeit als wesentliche Bausteine unseres Konzeptes gegen Kinderarmut - zusammen mit der Doppelresidenz als Regel!

Linken Parteien fallen meist nur höhere Sätze ein, aber auch die Union kommt über höhere Freibeträge nicht hinaus.

Es bedarf eines integrierten Ansatzes von Wirtschafts-, Finanz-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, um endlich Voraussetzungen für Familien im 21. Jahrhundert zu schaffen - solche, bei denen die Eltern auch ein Paar sind und zusammenleben, oder eben solche, bei denen die Eltern als Paar getrennt sind, und die Kinder multilokal mit zwei Zu Hause aufwachsen.

Für gute Bedingungen für alle Familienformen - auch Trennungsfamilien - stehen Freie Demokraten. Starke Familien senken das Armutsrisiko für Kinder nachhaltig. 

Wer Lust und Zeit hat, das näher zu betrachten, dem empfehle ich das Konzept unserer familienpolitischen Experten aus Nordrhein-Westfalen zur Lektüre.

Im Bild oben: Marcel Hafke, stv. Vorsitzender der Fraktion der FDP im nrw. Landtag, und familienpolitischer Sprecher.