Beschlüsse zum Wechselmodell unserer Landesverbände - Teamarbeit hin zu einem klaren Ziel über Jahre!

Auf dem Weg zum Beschluss im Bund waren es die Landesverbände der FDP, die entscheidende Impulse gegeben haben. Die Debatte in der Partei ging insgesamt ca. 5 Jahre lang, und sie zeigte ab 2014 tolle Ergebnisse im ganzen Land!

Beschluss des Landesparteitages der FDP Hamburg vom 7. November 2014:

"Kinder haben das Recht auf Betreuung durch beide Eltern in gleichem Maße, worauf besonders bei Trennung geachtet werden soll, zum Beispiel in Form des Wechselmodells (Paritätische Doppelresidenz). Wir wollen uns dafür einsetzen, dass das Wechselmodell als ein dem Kindeswohl dienliches Modell verstanden wird und verstärkt in die behördliche Praxis einzubinden ist. Dazu bedarf es auch einer Integration in die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der zuständigen Behörden, wofür wir uns einsetzen werden. In strittigen Fällen, bei denen sich die Eltern über Sorge und Betreuung der Kinder nicht einigen, muss durch die beteiligten Stellen (zum Beispiel Allgemeiner Sozialer Dienst, freie Träger, Erziehungsberatungsstellen, Verfahrensbeistände) geprüft werden, wie das Wechselmodell umzusetzen ist. In begründeten Einzelfällen kann davon abgewichen werden. In der Hamburger Praxis in Sorge- und Umgangsverfahren soll zukünftig die Kooperation aller beteiligten Stellen noch stärker im Mittelpunkt stehen."

Foto: Katja Suding, hier als Spitzenkandidatin der FDP Hamburg bei der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft vom 15. Februar 2015

Beschluss des Landesparteitages der FDP Brandenburg vom 19. März 2016 (auch: Antrag 608 auf dem Bundesparteitag 2016):


"Kinder haben das Recht auf beide Eltern – gesetzliche Verankerung der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell)

Kinder haben das Recht auf Betreuung durch beide Eltern in gleichem Maße, insbesondere bei einer Trennung der Eltern. Wir fordern daher die gesetzliche Verankerung der sogenannten

paritätischen Doppelresidenz wie folgt:


1) Ergänzung des § 1626 BGB um einen 4 Absatz wie folgt:

(4) bei getrenntlebenden Eltern hat das Prinzip der Doppelresidenz Vorrang

 

2) Ergänzung der § 1626 a Absatz (2) BGB um einen Satz 3 wie folgt:

Im übrigen gilt das Prinzip der Doppelresidenz

Es bedarf der Integration in Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der zuständigen Behörden vor Ort."    

 

Foto: Jacqueline Krüger, Generalsekretärin der FDP Brandenburg, die die Beschlussvorlage einbrachte, hier als kleines Mädchen

 

Beschluss des Landesparteitages der FDP Bayern vom 10. April 2016

 

"Paritätische Doppelresidenz" (Wechselmodell) als Grundmodell zur Regelung des Aufenthalts minderjähriger Kinder nach Trennung und Scheidung der Eltern

 

"Kinder haben grundsätzlich das Recht auf Betreuung durch beide Eltern - dies gilt insbesondere auch für den Fall einer Trennung der Eltern. Daher fordern wir die gesetzliche Verankerung der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell) als Regelfall, der in der Praxis bevorzugt zu berücksichtigen ist, wenn dies im Einzelfall nicht dem Kindeswohl widerspricht. Dazu bedarf es auch einer Integration in die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der zuständigen Behörden, wofür wir uns einsetzen werden."

Foto: Daniel Föst, Spitzenkandidat der FDP Bayern für den 19. Deutschen Bundestag, und bekennender Familienmensch

Beschluss des Landesparteitages der FDP Nordrhein-Westfalen vom 18. November 2016: 

 

"Ehen können scheitern. Doch von Kindern darf nicht erwartet werden, sich zwischen ihren Eltern entscheiden zu müssen. Wir fordern eine stärkere Berücksichtigung der Betreuungspflicht für beide Elternteile. Kinder sollen einen Anspruch darauf haben, auch im Trennungsfall mit beiden Eltern zu leben, idealerweise im regelmäßigen Wechsel (Doppelresidenz/Wechselmodell)."

 

Foto: Marcel Hafke, stv. Vorsitzender der Fraktion der FDP im nrw. Landtag, bei der Einbringung

Beschluss des Landesparteitages der FDP Schleswig-Holstein vom 25. Februar 2017:

"Stärkung des Wohles von Kindern bei Elterntrennung

Die FDP Schleswig-Holstein steht für einen Paradigmenwechsel für Kinder deren Eltern (verheiratet oder unverheiratet) in Trennung leben. Kinder haben grundsätzlich das Recht auf Betreuung durch beide Eltern – dies gilt insbesondere auch für den Fall einer Trennung der Eltern. Daher fordern wir die gesetzliche Verankerung der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell) als Regelfall, der in der Praxis bevorzugt zu berücksichtigen ist. Die Würde und das Wohl von Kindern müssen zentral in den Mittelpunkt bei Elterntrennung und -Scheidung gestellt werden. Psychische Belastungen jeder Art sind bei Trennungskindern durch die Systembeteiligten in den häufig langjährigen Zeiträumen einer Trennung zu unterlassen. Die Umsetzung von Bestandteilen für den angestrebten Paradigmenwechsel werden in der kommenden Legislaturperiode ein Schwerpunkt der liberalen Sozialpolitik für Kinder und Familie in Schleswig-Holstein sein. FDP Schleswig-Holstein fordert den in der Gesetzgebung üblichen Begriff „Wechselmodell“ durch den international üblicheren Begriff „Doppelresidenz“ zu ersetzen."

 

Foto: nach einer Themenveranstaltung in Großhansdorf bei Hamburg, u.a. mit Thomas Steffens, ganz rechts, Themenbotschafter Doppelresidenz in Schleswig-Holstein, links daneben Anita Klahn, stv. Vorsitzende der Fraktion der FDP im schleswig-holsteinischen Landtag, links daneben Burkhardt Müller-Sönksen, Landesverband Hamburg, rechtspolitischer Experte, vormaliger Abgeordneter im Deutschen Bundestag (16. und 17. Legislaturperiode)